Wissens Videos: So entstehen meine Wissensvideos

Auf YouTube Facebook Twitter

Inhalt

So entstehen meine Videos

Ich habe schon viele Fragen auf meinem Kanal beantwortet. Aber eine Frage habe ich noch nicht beantwortet „Wie erstelle ich eigentlich eben genau diese Videos?“.

Also.. ich soll in einem Wissens-Video erklären, wie ich Wissens-Videos mache? Quasi Wissens-Videoception? BAM Aber während ich in einem Wissens-Video erkläre, wie ich Wissens-Videos erstelle… erstelle ich auch ein echtes Wissens-Video das ihr sicherlich schon gesehen habt. Wissensvideo-Video-Videoception. BAM BAM BAM

Okay, okay… aber zunächst stelle ich euch das großartige Team vor, die mit mir diese Videos erstellen. Da haben wir zu aller erst Finn alias BYTEthinks.

Off: Ehm… Finn es kommt kein anderer, das wars schon.

Finn: Im ernst? Ich mach das alleine? *forever alone

Ja, tatsächlich mache ich alles von Recherche, Skript schreiben, Aufnahme, Schnitt und Animation sowie das Veröffentlichen alles alleine. Das einzige dass ich nicht selber mache ist Musik. „Geh weg das Musik-Finn!“ [Gitarren Finn geht weg]. Dafür nutze ich eine kostenpflichtige Musikbibliothek.

Schauen wir uns mal die einzelnen Schritte an. Bevor ich mit einem Video beginne, brauch ich erstmal eine Idee.

  1. Idee

Die Ideen zu dem Video fallen mir entweder selber ein oder sie kommen von euch. Das kann durch ein Gespräch, etwas das ich gelesen habe oder durch Zufall entstanden sein. Oder ist das überhaupt ein Zufall? Ah… trifft sich gut. Thema: Echter Zufall

  1. Recherche + Skript schreiben

Nun geht der Teil los in dem ich mich über das Thema recherchiere in dem ich verschiedensten Quellen die Informationen entnehme. Und das kann manchmal auch recht schnell ausarten… [34 Tabs, übertrieben]. Ja ich weiß – ich habe ein Problem.

Da ich kein Experte in allen Gebieten bin, sondern nur Informatik studiert habe, nutze ich verschiedene Quellen zum einem Thema um sicher zu stellen keinen Müll zu erzählen.

Wenn ich Pech habe – steht auf allen Quellen die ich benutzt habe… der gleiche falsche Müll. Aber: No risk, no fun!

Gut, nach dem ich teilweise Stunden investiert habe das Thema zu studieren um es selber erstmal zu verstehen, beginne ich das Skript zu schreiben. Quasi ein Schulreferat – nur freiwillig. Das ist dann der Text den ich auch ins Mikrofon spreche – so wie diesen Text gerade. (Tippen im Auge Skript dann löschen).

Hier denke ich mir auch schon die witzigen Stellen aus, baue Anspielungen ein und markiere mir betonte Satzteile. Übrigens überarbeite ich den Text… [löschen] In der Regel überarbeite ich das dann mehrfach bis es mir gefällt. Der Aufbau ist dabei simpel: Am Anfang möchte ich euch auf das Thema heiß machen. Und am Ende schließe ich mit einem witzigen oder nachdenklichen Abschluss ab.

  1. Storyboard (das Vorzeichnen)

Jetzt fange ich an zu zeichnen. Aber noch nicht so richtig – den ich male mir auf einem so genannten Storyboard erstmal grob das Konzept auf welche Sequenzen ich zu welchen Textabsätzen malen möchte. Und diese Vorzeichnungen sehen noch schlechter aus als das Original – aber ich kann etwas damit anfangen.

  1. Voice Over

Gut, nach dem das alles steht, geht es konkret in die Produktion. Da spreche ich nun den Text ins Studio-Mikrofon ein den ich ins Skript geschrieben habe. Das nehme ich mit Adobe Audition auf. Dabei muss ich auf Aussprache, Betonung und Lesegeschwindigkeit achten. Und dass ich mich nicht verhasple. Und das passiert sehr gerne mal. Ich brauch meistens mehre Anläufe damit… ich brauch meistens mehrere Anläufe damit ein Text sitzt.

Alle falschen Stellen schneide ich sofort raus. Am Ende optimiere ich meine Stimme noch mithilfe einiger Einstellungen damit sie noch besser klingt.

  1. Videoaufnahmen + Zeichenaufnahmen

Wenn die Stimme im Kasten bzw. Computer ist, kommt das Bild. Je nach Video drehe mit einer Kamera und baue mein Heimstudio mit 5 Lampen auf (Erklärung) *klick klack*. Vor allem aber zeichne ich für die AllgemeinWissen Videos auf meiner „Tafel“.

Die Tafel-Magie findet in Photoshop statt in dem ich auf einem Tafelhintergrund mit einem Stift und Grafiktablet und einem kritzeligen Pinsel digital zeichne. Ich verwende dabei ein Wacom Tablet. Wen es interessiert, habe ich euch unten verlinkt. Dass was ich mit diesem Stift male, erscheint auf meiner Tafel. Den Bildschirm nehme ich dann auf. Hier mit OBS Studio. Sollte ich mich vermalen, was nicht selten passiert, muss ich den kompletten gemalten Schritt zurückgehen und diesen Schritt wiederholen. Wieso das so ist und warum das so viel Arbeit macht, erkläre ich im nächsten Schritt.

  1. Schnitt + SFX + Musik + Animation

Denn nach dem alles gezeichnet ist, das ich hier einmal im Zeitraffer zeige, kommt der Schnitt in Adobe Premiere Pro. Nein ich bin nicht von Adobe gesponsert. Beim Schnitt beginne ich erstmal damit unwichtige Teile vor und nach der Sequenz rauszuschneiden. Weil naja… ich schweife beim Zeichnen gerne mal ab und schaue halt auch gerne YouTube Videos oder vergesse das Aufnahmeprogramm auszumachen. Anschließend färbe ich die Sequenzen ein um sie zu voneinander trennen.

Dann kommt der Feinschliff. Ich gehe Sequenz für Sequenz durch – Stelle für Stelle und suche nach Fehlern – also Stellen an denen ich mich vermalt habe. Ich muss dann ein Schnitt vor dem Punkt machen in dem ich den Fehler gemacht habe und dann noch einen Schnitt bis zur der Stelle wo ich es endlich geschafft richtig zu zeichnen. Und das wiederhole ich für alle Sequenzen bis alles passt. Das kann dauern und sieht danach aus wie’n Schweizer Käse.

Ich füge dann die Stimme ein und beschleunige die Zeichnungen so, dass sie zum gesprochenen Text passen. Eine Art Speed-Painting. Um den Zuschauern auch die Möglichkeit zu geben das gezeichnete Bild zu verstehen, arbeite ich auch viel mit Standbildern quasi Screenshots, die sich nicht verändern.

Zum Schluss animiere ich noch einige Zeichnungen und füge mein Intro, meine Endcard und Hinweise ein. Was nicht fehlen darf ist die Hintergrundmusik die am Ende des Videos mit einer Pointe endet und das Video damit abrundet. Am Ende sieht das fertig geschnittene Video dann so aus.

  1. Rendern und veröffentliche

Nun wird gerendert. Endlich mal was, was der PC für mich tut. Das kann meistens dauern. In der Zeit fang ich an mein Thumbnail für das Video in Photoshop zu gestalten. Meine Vorlage ist einfach die Tafel mit einem Holzrahmen. Noch ein Titel und ein passendes Bild das ich meistens aus meinem Video nehme. Ist das Video fertig – schaue ich noch mal drüber ob Fehler drinnen sind. Vor lauter Schnittarbeit übersieht man mal doch den ein oder anderen Fehler. Das seht ihr dann auch im Video. Aber irgendwo muss das Video ja seinen Charme behalten, oder? :D

Jetzt wird das Video hochgeladen, Titel, Schlagwörter und Videobeschreibung werden sinnvoll gefüllt, damit man das Video auch findet.  Dann voila – das Video geht zum gewollten Zeitpunkt online – oftmals auf ein Datum geplant. Nun kommt der schönste Teil nach so viel Arbeit denn ich warte nun gespannt auf eure Reaktionen und versuche so gut wie möglich eure Kommentare zu lesen. Alle verwendeten Produkte und Programme und kostenlose Alternativen habe ich euch übrigens in der Videobeschreibung verlinkt.

Wie ihr seht sind meine Videos mit sehr viel Aufwand verbunden. An die 20-30 Stunden. Das Ganze mache ich in meiner Freizeit neben meinem Beruf und privaten Leben und bringt mir Null-Komma-Nichts Einnahmen. Deswegen seht es mir nach, wenn nicht jede Woche ein Video kommt. Mit regelmäßigen Kommentieren, Bewerten und Teilen meiner Videos motiviert ihr mich aber weiter an neuen Videos zu arbeiten.

 

Ihr habt aber nun auch die Möglichkeit mich finanziell zu fördern. Alle Infos dazu findet ihr auf meiner Patreon-Seite die ich euch hier verlinkt habe.

 

Nun bin ich aber auf eure Reaktion gespannt: Was haltet ihr von meinen Videos? Wie lange verfolgt ihr mich schon und was ist euer Lieblingsvideo? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!