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Frauen in der Wissenschaft

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Inhalt

Wenn du an Wissenschaftler denken sollst – welche drei fallen dir in diesen Moment ein? Also ich muss gerade an Albert Einstein, Stephen Hawking und an den Informatikern Alan Turing denken. Okay. Wie viele weibliche Wissenschaftler sind dir eingefallen? Ich denke man merkt schnell worum es in diesem Video geht. Wieso wollen uns einfach kaum oder keine bekannten Wissenschaftlerinnen einfallen?

Wie so oft beginnt meine Recherche auf Google. Und ich war fündig. 

„Frauen in der Wissenschaft handelt von der Rolle, dem Wirken und der Wahrnehmung von Wissenschaftlerinnen und forschenden Frauen in der Geschichte und Gegenwart.“ Aha.

Ich habe auch versucht einen ähnlichen Artikel für Männer zu finden – puste Kuchen. Das liegt wohl daran das Männer nie Probleme hatten in der Wissenschaft wahrgenommen zu werden.

Denn weltweit sind mehr Männer als Frauen in der Forschung tätig. Und die Gründe dafür reichen von falschen Behauptungen einer geringen Intelligenz der Frau in der Vergangenheit, bis hin zur äußeren Einflussfaktoren und der Feststellung informeller Geschlechtshierachien in der Gesellschaft

Der Anteil an weiblichen Personen die sich für wissenschaftliche oder allgemeinwissende Themen interessieren spiegelt sich auch in meinem Kanal wieder. Ähnliche Diagramme zeichnen sich auch bei meinen Wi ssens-YouTube Kollegen ab.

Geschichte 

Um das zu verstehen müssen wir einen schnellen historischen Überblick der Frauenbildung machen. Die Geschichte zeigt das Frauen trotz ständiger Unterdrückung und des immer wieder fehlenden Recht auf Bildung wichtige Beiträge für die Wissenschaft geleistet haben. Respekt!

  • Mesopotamien, Altes Ägypten, Athen: Die Protowissenschaft Alchemie wurde durch die Frauen vor ran getrieben. Vor allem an der Herstellung von Kosmetika und Parfumen waren Frauen beteiligt. Ob wir deswegen heute so viele Beauty-YouTuber haben?! Dabei entwickeln sie Verfahren die wir heute noch benutzen: Destillieren, Extrahieren, Sublmentieren. Das älteste und beliebteste Forschungsfeld der Frau ist aber die Medizin.
  • Europäisches Mittelalter: Gefühlt 3000 Jahre später, wow was ein Sprung, hatten Frauen nur als Nonnen eine Chance sich in dem religiös-geprägten Bildungssystem zu behaupten. Die im Hochmittelalter entwickelten Universitäten haben Frauen ausgeschlossen. Trotzdem wurde die erste von Frauen verfasste Enzyklopädie, die Geschichte, Ethik, Astronomie und Geographie zusammenfasst, veröffentlicht.
  • Frühe Neuzeit: In den gegründeten Akademien der Wissenschaften hatten Frauen (mal wieder) keinen Zutritt. Die Gesellschaft war der Ansicht das Frauen den Männern intellektuell unterlegen sind – ohman so ein blödsinn. Weswegen sie auch hier wieder nur eine minimale Rolle spielen. Trotz aller Ausschlüsse aus Universitäten und Forschungen sind viele Frauen bekannt die in neuen Naturwissenschaften involviert sind. Übrigens sollen die typischen Konflikte zwischen Männern und Frauen dafür gesorgt haben das Jungen und Mädchen unterschiedlich erzogen werden sollen. An Mädchenschulen wurde dann verstärkt auf Erziehungs und Haushaltsaufgaben geschult. Der Zeitpunkt an dem Machos geboren wurden?! Bildung war nicht drinnen.
  • Jahrhundert: Endlich kam die Vorrausetzung für eine breite Integration von Frauen in regulären Wissenschaftsbetrieb. Aber auch hier wurde wieder in etlichen Schriften versucht nachzuweisen das Frauen naturbedingt nicht zum Studium fähig sein – und das von einigen Professoren. Aber Ende des 19. Jahrhunderts gibt es ein Hoffnungsschimmer: die ersten Mädchengymnasien wurden gebildet die jungen Frauen den Zugang zum Studium ermöglichen. Eine Bildungsreform und Frauenrechtsbewegungen führten erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dazu das Frauen an Europäischen Universitäten Studienabschlüsse und Promotionen machen dürfen. In Deutschland konnte man sich erst ab 1900 immatrikulieren. Es wurde weiterhin lange an der Hausarbeit für Frauen festgehalten.
  • Trotzdem konnten Frauen in der Wissenschaft mehr denn je aufblühen. Die ersten Nobelpreise wurden verliehen. Eine Akademische Einstellung war ab den 60er möglich – auch wenn ehr aus wirtschaftlichen Notgründen und mit einer geringeren Bezahlung. 1972 war es endlich soweit: es wurde in den USA in einem Kongressbeschluss eine Bildungs-Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten!

Heutige Sicht

Puh… was ein krasser Rückblick. Und was hat sich bis heute geändert? Immerhin leben wir nicht mehr im Mittelalter, auch wenn man das von einigen Leuten denken könnte…

Naja, trotz des relativ ausgeglichenen Anteiles von weiblichen und männlichen Studenten in den OECD Ländern, arbeiten immer weniger Frauen in Forschungseinrichtungen als Männer. Dabei beenden doch sogar mehr Studentinnen ihr Studium als Studenten. Aber irgendwie auch kein Wunder: Sie arbeiten immer noch, trotz gleicher Qualifikation, öfters in niedriger gestellten Positionen als die männlichen Kollegen. Aber das sind nicht die einzigen Gründe:

Bild: Statsitiken Aufteilung – USA, Deutschland, Österreich

Hindernisse 

Joyce Tang, …, bricht das Problem auf vier Hauptgründe runter:

  1. Dem biologistischen Ansatz der von der geringeren analytischen Fähigkeit von Frauen ausgeht,
  2. Dem Individual-Choice-Ansatz, der von verschiedenen Vorlieben von Frauen und Männern ausgeht
  3. Dem sozial-struktuellen Ansatz, der von äußerensozialen Einflussfaktoren auf die Karrierewege ausgeht
  4. Und der insitutionelle Ansatz der von informellen Geschlechtshierachien in der Gesellschaftsordnung ausgeht.

Tatsächlich zeigt eine OECD Studie von 2006 das ca. 750 Frauen als Hauptgrund die Familienplanung nennen, also äußere Einflussfaktoren. Die Karrierechancen sind also deutlich schlechter als bei jene, die durch ihren Partner (zum Beispiel durch eine Anteilige Elternzeit) entlastet werden. Denn die hohe Anforderung an die Mobilität in der frühen Forschungskarriere lässt sich nur schwierig mit der Kinderbetreuung vereinbaren. Die Folge: weniger wissenschaftliche Publikationen und geringere Beteiligung woraus sich dann eine dominierende männliche Forschungsgruppe bildet.

Und die Benachteiligung geht schon bei der Bewerbung los wie eine quantitative Studie der Yale University gezeigt hat (verlinken): trotz wortgleichem Anschreiben und Lebenslauf wurden die weiblichen fiktiven Bewerber als unqualifizierter eingestuft als die fiktiven männlichen Bewerber.

Nach dieser erschreckenden Entdeckung hat sich die OECD die Gleichberechtigung zum Ziel gesetzt. So untersuchte zum Beispiel das WZB-Projekt die Faktoren um erfolgreiche und weniger erfolgreiche wissenschaftliche Karrieren zu unterscheiden um dagegen zu handeln.

Auch durch Fördereinrichtungen und Preisverleihungen werden Frauen nun unterstützt.

Nun kennen wir die Gründe weshalb wir von vielen bedeutenden Wissenschaftlern aber nie oder nur selten von Wissenschaftlerinnen gehört haben. In der Geschichte hatten Frauen fast nie Chance auf Bildung und wenn sie welche hatten oder im Selbststudium etwas Großes geleistet haben wurde das nicht anerkannt. Und auch wenn heute nicht mehr die Ausgrenzung aus der Bildung das Problem ist, wird es Frauen immer noch zunehmend erschwert.

Eine Maßnahme dagegen ist der Girls Day oder auch Zukunftstag genannt, in denen Mädchen in Frauen untypische Berufe und Forschungsfelder rein schnuppern können.

Also Mädels – gebt der Wissenschaft eine Chance und schnuppert mal in die Forschung rein! Und schaut natürlich mehr Wissens-Videos! ;-)

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Das interessiert mich vor allem von meinen weiblichen 15%. Ich bin der Meinung Frauen können und sollten die gleichen Chancen auf Anerkennung bekommen wie Männer weswegen ich auch dieses Video Thema unbedingt machen wollte.

Wenn du auch der Meinung bist dass das Thema sehr wichtig ist dann teile es doch bei Facebook, Twitter und deinen Freunden. Im Video oben links erkläre ich den Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule.