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Poker Gewinnchancen im Kopf berechnen

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Texas Holdem Spielregeln

Doch bevor wir mit dem Trick beginnen können, sollte ich euch kurz erklären wie das Texas Hold’em Poker funktioniert.

Also: Ein Kartendeck besteht aus 52 Karten. Jede Karte hat eine einzigartige Farbe und einen Wert.

Die Farbe ist das Symbol und kann Kreuz, Karo, Herz oder Pik sein. Die Farbe hat übrigens nichts mit Farben zu tun.

Den Wert könnt ihr hier ablesen. Das sind Nummern von 2-10. Bube, Dame, König und zum Schluss kommt das Ass.

Das Ziel ist es die beste Poker-Hand der Runde zu bekommen. Dabei zählen immer die besten 5 Karten, nämlich deine 2 und die 3, 4 oder 5 Gemeinschaftskarten. Welche Poker-Hände es gibt, zeige ich dir nun:

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Aber genug mit den Erklärungen, setzen wir uns an den Tisch und schauen uns ein konkretes Beispiel an. Aber moment, irgendwas fehlt,… ah ja *schnips*

Schon besser..

Zu beginn bekommt jeder Spieler 2 Karten. Diese können nun mit ihren Wertchips bieten. Aber es muss mindestens der Blind, also der Mindesteinsatz, gesetzt werden um in dieser Runde mit zu spielen. Der Small-Blind ist die hälfte vom Big-Blind. Beide Blinds bewegen sich im Uhrzeigersinn. Geht jemand nicht mit, steigt er aus (das nennt sich dann Fold).

Nun werden die ersten 3 Karten gezeigt, das nennt man Flop. Nun kann wieder geboten werden. Wer das nicht möchte kann jetzt schieben. Sobald aber jemand etwas gesetzt hat, muss man diesen Wert mindestens setzen (das nennt sich dann Bet) oder kann erhöhen (was Raise geschimpft wird).

Ein Spieler kann auch All-In gehen, muss dann aber alle seine Wertchips als Gebot legen. Danach werden alle Karten aufgedeckt, die beste Poker-Hand gewinnt.

Diese Prozedur wiederholt sich.

Aber kommen wir nun zum Trick. Dafür schauen wir uns deine Karten einmal an. Du hast eine 9 und 8 in der Farbe Herz. Du könntest eine Straße machen. Was fehlt dir dafür? … Genau, entweder ein Bube oder eine 6. Die gibt es in den 4 Farben und da wir keine von den offen sehen, wissen wir das uns genau 8 Karten zu einer guten Pokerhand fehlt.

Genau die Anzahl der Karten die uns fehlen nennt man Outs.

Wenn wir nun 2 x Outs + 1 rechnen, bekommen wir die Wahrscheinlichkeit raus, dass die nächste Gemeinschaftskarte eine fehlende Karte ist.

Und 4 x Outs ist die Wahrscheinlichkeit dafür das die nächste oder übernächste Karte eine fehlende Karte ist.

Mit diesem einfachen Kopfrechentrick können wir gut abschätzen ob wir unsere gewünschte Poker-Hand erreichen oder nicht. In diesem Beispiel wäre die Wahrscheinlichkeit das die nächste Karte uns helfen könnte 2 * 8 + 1 = 17, also 17%.

Diesen Trick kannst du auch nach der Turn-Karte erneut anwenden.

Wie ist die Wahrscheinlichkeit das unter der Turn ODER River-Karte die fehlende Karte liegt? Wir rechnen einfach 4*8, also 32%.

Schauen uns noch ein letztes Beispiel an:

Auf dem Tisch liegen die Gemeinschaftskarten: Bube und die Zehn als Herz, sowie eine Drei als Pik. Auf deiner Hand hältst König und Dame in Herz.

Mit einer Karte können wir es schaffen eine Straße oder ein Flush, also alles einer Farbe, zu bekommen. Wir zählen jetzt die Outs, also die fehlenden Karten, die uns zu einer der beiden Poker-Hände führt.

Jedes Ass und jede Neun hilft dir zur Straße, sind also 8.

Jede Herz-Karte hilft dir den Flush zu bekommen, wichtig ist, das wir bei der Straße das Herz Ass und die Herz 9 abziehen müssen. Also haben wir insgesamt 15 Outs.

Die Wahrscheinlichkeit das die nächste Karte zum Ziel führt ist dann 2 x 15 + 1, also ca. 31%.

Würdest du nach den ersten 3 Karten All-In gehen, liegt die Wahrscheinlichkeit das unter der Turn oder River Karte eine der gesuchten Karten bei 4 * 15 = 60%. Also lohnt es sich mit zu gehen.