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Was ist Liebe? Wie wir uns verlieben

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Noch etwas vorweg: wer hier nun etwas Schnulziges erwartet den muss ich leider enttäuschen – das hier ist ein Wissenskanal. Romantisch kann die Wissenschaft trotzdem sein. Wie? Das erfahrt ihr am Ende des Videos.

Wenn wir gerade nicht gefriendzonet wurden kann das verlieben eines der schönsten Dinge der Welt sein… hach… Aber woher kommt das Dauergrinsen und die Gefühle von Schmetterlingen im Bauch? Kleiner Spoiler: wir haben keine Schmetterlinge im Bauch.

Würde man die Liebe als Gericht sehen würde man folgende Zutaten benötigen:

  • Dopamin
  • wenig bis kein Serotonin
  • Ein bisschen Adrenalin und Oxytocin.

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Falsch! Den Liebe geht durch das Gehirn.

All das sind nämlich die Hormone die von unserem 100 Millionen Nervenzellen schwerem Gehirn (Zoom auf Herz dann schneller schwenk zu Gehirn) ausgeschüttet werden, wenn wir uns verlieben. Dem Menschen reichen genau 3 Sekunden um ein Objekt zu mustern. Gefällt uns was wir sehen schüttet ein biochemischer Vorgang eben genau diese Hormone aus.

Dopamin 

Einer dieser Stoffe ist Dopamin. Wird ein Mensch belohnt wird Dopamin ausgeschüttet. Ein natürliches Aufputschmittel das unsere Aufmerksamkeit auf angenehme erfreuliche Dinge lenkt. Kein Wunder das wir, wenn wir verliebt sind mit einem Dauergrinsen durch die Stadt gehen und gut drauf sind. Eine weitere Folge ist der „Tunnelblick“ – wir haben nur noch Augen für unseren Partner.

Fehlt uns dieses Glückshormon sind wir lust- und antriebslos. 

Serotonin

Das was Frischverliebten fehlt ist Serotonin. Normalerweise sorgt ein ausgeglichener Serotoninspiegel für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Liebe macht also Krank! Zumindest suchtkrank und etwas verrückt.

Wieso ist das dann ein Glückshormon? Wissenschaftler sind der Ansicht das Liebende sich ähnlich wie Zwangsneurotiker verhalten – sie können sich oft stundenlang ein und der selben Sache widmen. Erst wenn das „verliebtsein“ zu Liebe übergeht normalisiert sich der Serotoninspiegel. 

Adrenalin

Als wenn Unausgeglichenheit nicht schon genug wäre kommt ein weiteres Rauschhormon hinzu wenn wir uns vergucken. Steht die Person vor uns ist das STRESS. Die Knie werden weich und fangen an zu zittern. Die Luft bleibt weg, das Herz rast und Kribbeln im Bauch. Das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch. Schuld daran ist das Adrenalin und Noradrenalin das von der Nebenniere produziert wird.

Das wird auch bei Angriffs- und Fluchtsitutation ausgeschüttet. In diesem Fall ist es aber ein positiver Stress. Dieser lässt uns aber auch unsere Vernunft abschalten – so das wir oft instinktiv entscheiden. So wird man auch „blind vor Liebe“. 

Oxytocin

Das Oxytocin ist das kuscheligste Hormon das ausgeschüttet wird. Es soll die Bindung des Partner herbeiführen. Also: Um so mehr Oxytocin ausgeschüttet wurde, desto höher sind die Chancen einer längerfristigen Beziehung. Dieses Hormon hat also maßgeblichen Einfluss auf die Liebe und Treue.

Enhanced Liquid Trust – ein Oxytocin-Parfüm das in den USA schon auf dem Markt ist verspricht das Dating- und Liebesleben anzukurbeln.

Wir sehen also das der Satz „die Chemie muss stimmen“ doch irgendwie Sinn macht, oder?

Aber wie verlieben uns eigentlich? Wie werden diese Hormone ausgeschüttet?

Durch Sinneseindrücke! Und die sind immer verschieden. Viele Tiere zum Beispiel finden über Duftstoffe zu einander. Bei Menschen spielt der Duft zwar auch eine Rolle aber es gibt andere stärkere Sinneseindrücke. Optische und akustische Reize wie ein Liebesgedicht oder ein Film.

Und nun noch ein Gedicht aus dem Film „Harold & Kumar – Flucht aus Guantanamo“:

Ich fürchte ich werde eine einsame Zahl bleiben,

Wie die Wurzel aus Drei 

Eine Drei ist gut und richtig,

Wieso verlässt meine Drei der Mut,

verbirgt sich, hält sich selbst für nichtig

 

Ach wär ich doch stattdessen eine Neun,

denn Neun bricht diesen Zauber, kennt den Trick

und greift zur einfachen Mathematik

Das Licht der Sonne wird nie meins,

ich bleibe 1.7321

Das ist meine Realität,

voll Trauer diese Irrationalität 

Doch Halt! Was sehe ich da,

Noch eine Wurzel aus Drei,

im Walzerschritt kommt sie ganz still vorbei 

Gemeinsam werden wir ein vielfach Drei,

und bilden eine Zahl die uns beliebt,

und einen Integral ergiebt 

Wir Sprengen was uns binden mag,

und hebe ich den Zauberstab,

löst unser Wurzelzeichen sich zur Drei

und Liebe blüht für mich aufs neu.